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BUND Inselgruppe Föhr

Föhrer Streuobstwiesen - Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt

04. Juni 2018

Die Inselgruppe Föhr des Naturschutzverbandes BUND startet ein neues Naturschutzprojekt.

 

Die Inselgruppe Föhr des Naturschutzverbandes BUND startet ein neues Naturschutzprojekt. In möglichst vielen Inselgemeinden und der Stadt Wyk sollen auf potentiellen Flächen Streuobstwiesen angelegt werden. Umrahmt von kleinen Wildblumenstreifen können sie Nahrungs- und Nisthabitate für eine Vielzahl von Insekten werden und einen kleinen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leisten. Streuobstwiesen bilden in der heutigen ausgeräumten Landschaft eine bedeutende Oase für tausende Tier- und Pflanzenarten. Auf Föhr führt unter anderem auch durch die weiter fortschreitende Intensivierung der Landwirtschaft, das Versiegeln von Flächen und die weitere Trockenlegung von Feuchtwiesen zu einem weiteren Rückgang der Biodiversität.

Im Rahmen des von der Deutschen Postcode Lotterie geförderten Projektes ist geplant, alte und für Föhr und Norddeutschland typische Obstsorten einzuwerben, Föhrer Imker können ihre Bienenvölker in der Nähe platzieren und natürlich wird im Herbst vitaminreiches Obst geerntet, klimaschonend ohne große Transportwege.

Im Streuobstbau werden keine chemisch-synthetischen Pestizide und kein künstlicher Dünger eingesetzt. Deshalb findet man auf Streuobstwiesen vor allem standortgerechte und widerstandsfähige, oft alte Sorten, die keine große Anfälligkeit für Krankheiten besitzen.

Ein Obstplantagenbaum wird bis zur Ernte bis zu 18 Mal pro Jahr gespritzt. Von den über 200 verschiedenen Mitteln lassen sich auch Spuren in den jeweiligen Äpfeln der behandelten Bäume finden. Auf einer Streuobstwiese ist dies unmöglich: Hier kann man den Apfel direkt vom Baum pflücken und genießen.

Gemeinsam mit Bürgern und Bürgermeistern der Inselgemeinden möchte der BUND innerorts der Dörfer kleinere und größere Standorte finden, um im Herbst erste Obstbäume pflanzen zu können.

Das Projekt wird ab der nächsten Präsidentschaftsperiode auch vom Rotary Club Wyk auf Föhr unterstützt werden. „Ich möchte mein Präsidentschaftsjahr ab Juli dem Naturschutz widmen und nachdem Angela mir das Streuobstwiesenprojekt vorgestellt hatte, war ich sofort begeistert, hier können wir mit hands on Aktionen was für Föhr tun, unsere Insel hat es verdient, eine vielfältige Natur zu haben“, so Eibe Schönberg, zukünftiger Präsident der Föhrer Rotarier. Nun wünschen sich alle am Projekt Beteiligten reges Interesse bei den Föhrer Politikern und Insulanern, damit schon im nächsten Jahr das erste Apfelfest gefeiert werden kann. Wer Flächen zu Verfügung stellen möchte, kann sich an die BUND Inselgruppe wenden.

 

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