Die Godelniederung

 

Die Godel, Föhrs einziger Süßwasserfluss, entspringt in den Salzwiesen und schlängelt sich ca. 1,5 km durch diese, bis sie bei Witsum in die Nordsee mündet. Die Bedeutung der Godel-Niederung für die Pflanzen- und Tierwelt ist unstrittig. Besondere Bedeutung kommt den Flächen als Brut- und Rastgebiet zu. Neben Wiesenvogelarten brüten hier Limikolen (z.B. Säbelschnäbler, Rotschenkel), Seeschwalben (z.B. Zwergseeschwalbe), Schnepfen (Bekassine), Sandregenpfeifer und Entenvögel. Während der Zugperiode halten sich hier zigtausende Vögel auf (Knutt, Goldregenpfeifer, Kiebitzregenpfeifer, Alpenstrandläufer, Pfuhlschnepfe, Großer Brachvogel, Ringelgans, Pfeifente etc.).

Hier sorgt die BUND – Inselgruppe Föhr in Absprache mit den Gemeinden für den Schutz dieses bedeutenden Landschaftsteiles mit seiner Pflanzen- und Tierwelt, denn es ist ein einmaliges und bewahrenswertes Schauspiel, wenn die Zugvögel auf ihren Reisen, die teilweise von Skandinavien bis Südafrika reichen, Zwischenstation auf Föhr – in der Godelniederung – machen, um sich Fettreserven anzufressen.

Um dieses vor menschlichen Gefahren zu schützen, wird der Mündungsbereich der Godel mit ihrem Sandhaken durch Pfahlreihen beruhigt. Für die Godel-Niederung selber wird gemeinsam mit den Anliegern ein Pflege- und Entwicklungskonzept erarbeitet. Dieses bietet gefährdeten Arten Schutz und bezieht die dort betroffenen Menschen (vor allem jene aus der Landwirtschaft) mit ein.

 

 

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